Oma, komm bald wieder

Wenn die Oma kommt, ist das ein ganz besonderes Ereignis. Ich hab mich immer gefreut, wenn meine eigene Oma zu Besuch kam und hab dem Haustürklingeln oder dem Geräusch des grünen Trabbis immer schon entgegen gefiebert. Ein bisschen was scheint unser Lenchen auch von mir zu haben, denn als neulich ihre Omi – meine Mama – zu Besuch kam, strahlte das Kind von einem Ohr zum Anderen und ließ sich, Fremdeln hin oder her, auch ohne Probleme von ihr bespaßen.

Doch nicht nur das. Beim Thema Schlafen zeigte sich unsere Lene nicht nur artig, sondern wie ein wahres Deckchen. Hatte sie am vorherigen Tag zum Mittagsschlaf ein riesen Böckchen bekommen (jaaa, wir befinden uns bereits in der Phase, in der das Kind seine Grenzen austestet), so machte sie beim Mittagsschlaf in Gesellschaft der Oma nach kurzen Kletterversuchen über selbige bereitwillig die Augen zu und schnorchelte zufrieden vor sich hin.

Getoppt wurde dieses erstaunliche Erlebnis aber noch von dem in der darauffolgenden Nacht. Da unsere Wohnzimmercouch nicht besonders rücken- und somit auch nicht „Oma“-freundlich ist und Nico außerdem nach seinem Spätdienst noch mehrere Stunden zum Herunterfahren braucht, quartierten wir den Mann kurzerhand aus dem Schlafzimmer aus und die Oma dort ein (wer jetzt sagt, das sei herzlos, dem sei verraten, dass diese Idee von der Person mit dem Y-Chromosom stammte).  Wir wiesen jedoch die Oma darauf hin, dass es eine kurze Nacht mit sehr sehr wenig Schlaf werden würde. Immerhin haben wir in den neun vorangegangenen Monaten ausreichend Erfahrung für den Beleg dieser Behauptung sammeln können.

Doch es kam alles ganz anders. Wenn uns in dieser Nacht etwas geärgert hat, dann war es keinesfalls das Lenchen sondern böser böser Husten von der Mama! Während der Schlaf in  der Nacht zuvor noch von zahlreichen Unterbrechungen – AUCH krankheitsbedingt – und einem Ende der Nacht um fünf Uhr früh gekennzeichnet war, zeigte sich Lene in dieser Nacht gnädig und schlief von null Uhr bis 6 Uhr durch, verlangte dann eine kleine Mahlzeit und schlief weiter bis 7.45 Uhr. Als sie uns um 7.45 Uhr freudestrahlend weckte, strahlte ich zurück! So lange hatte ich, seitdem sie mich morgens immer anstrahlt, noch schlafen dürfen! Meine Euphorie kannte kaum Grenzen!

Das einzige, was ich dazu zu sagen habe ist: Komm bitte bald wieder, liebe Oma! Du bist – und das ist ausnahmsweise mal ein Kompliment – ein tolles Schlafmittel!

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